Der DRK-Suchdienst setzt seit 1945 alles daran, infolge von Kriegen oder Katastrophen vermisste Angehörige zu suchen, Schicksale zu klären und Familien wieder zu vereinen.

Wir finden Angehörige

Der DRK-Suchdienst hilft Menschen, die nach Katastrophen verzweifelt auf Nachricht von ihren Angehörigen warten, ihre Nächsten vermissen sowie Familien, die aufgrund ungünstiger politischer Verhältnisse getrennt voneinander leben müssen und auf eine Zusammenführung in Deutschland hoffen.

Hierfür richtet das DRK bei den DRK-Landes- und Kreisverbänden Personenauskunftsstellen (Kreisauskunftsbüros) gemäß den Vorgaben der landesrechtlichen Regelungen zum Katastrophenschutz ein. In 10 Bundesländern (auch Hessen) gibt es derzeit konkrete Vereinbarungen zwischen den unteren Katastrophenschutzbehörden und dem DRK. Der Kreisverband Limburg betreibt mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern ein Kreisauskunftsbüro als besondere Gruppe innerhalb der Bereitschaften und hilft Menschen, die durch eine Katastrophe oder ein anderes Großschadensereignis in Deutschland den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben.

Um auf diese wichtigen aber zum Glück selten benötigten Aufgaben realitätsnah vorbereitet zu sein, ist das KAB in Limburg sehr gut mit anderen Kreisauskunftsbüros, wie auch anderen DRK-Fachdiensten vernetzt, nimmt an Katastrophenschutzübungen teil und ist in mehrere reale und planbare Einsätze bei Großveranstaltungen integriert (z.B. den IRONMAN Germany in Frankfurt)

Wir geben Auskunft an Berechtigte

Die ehrenamtlichen Helfer des Limburger Kreisauskunftsbüros sammeln Informationen über Betroffene von Schadensereignissen. Diese Informationen werden systematisiert und gegebenenfalls aufbereitet, damit sie für eine qualifizierte und schnelle Auskunft an suchende Angehörige zur Verfügung stehen. Die eingehenden Registrierunterlagen und Information werden sowohl in einer manuellen Kartei als auch elektronisch in der Suchdienst-Software „Xenios“ angelegt. Diese zweigleisige Arbeitsmethode garantiert die Auskunftsfähigkeit der Kreisauskunftsbüros in jedem Schadenszenario und auch bei kritischer Infrastruktur.

Durch die effiziente Verzahnung der Registrierung der Betroffenen in den Sammelstellen - oder später in den Krankenhäusern und Notunterkünften - bis zur Auskunft an die Angehörigen ist der Prozessablauf  im Fall eines Schadensereignisses durchgängig

In Ausnahmesituationen Ruhe bewahren müssen die ehrenamtlichen Helfer im Kreisauskunftsbüro. Bei Katastrophen und Großschadenslagen gehen bei den Hilfsorganisationen und Behörden zahlreiche Anfragen aus der Bevölkerung ein. Um diesen Anfragen gerecht werden zu könne, richtet das DRK im Bedarfsfall ein Kreisauskunftsbüro ein.

Die Aufgaben des Suchdienstes bei Katastrophen, Großschadensereignissen, Großveranstaltungen und anderen Gelegenheiten

Das Kreisauskunftsbüro ist eine Einrichtung des DRK-Suchdienstes. Ehrenamtliche Mitarbeiter leisten im Bedarfsfall humanitäre Hilfe. Sie erfassen Personendaten, werten diese aus und stellen bei Personensuchanfragen wichtige Informationen zum Verbleib zur Verfügung. Suchanfragen müssen telefonisch oder persönlich aufgenommen und Einsatzpersonal erfasst werden. Personenlisten der Krankenhäuser und der Polizei werden abgeglichen; alles, um Auskünfte über den Verbleib von Menschen geben zu können.

Unseren Helfern des Kreisauskunftsbüros stehen moderne elektronische Datenverarbeitungsmittel zur Verfügung. Die Software ist speziell auf die Erfassung sowie Auswertung von Personendaten ausgelegt und ermöglicht ein effektives Suchen und Verwalten der gesammelten Daten.

Zu den zentralen Aufgaben eines KAB gehören:

  • die Einrichtung einer zentralen Personenauskunftsstelle
  • Entgegennahme von Informationen über Verletzte und unverletzte Betroffene, sammeln, bearbeiten und auswerten dieser
  • Entgegennahme von Suchanfragen aus der Bevölkerung
  • Auskunftserteilung an Angehörige von Betroffenen über deren Verbleib

Sie können mithelfen!

Das Kreisauskunftsbüro des Deutschen Roten Kreuzes im Kreisverband Limburg trifft sich alle zwei Monate. Bei den Zusammenkünften, die immer an einem Samstagvormittag stattfinden, werden Registrierung und Auswertung an manuellen, sowie computerunterstützten Karteisystemen geübt, Abläufe und Hintergründe besprochen.

Für diese verantwortungsvolle Tätigkeit suchen wir noch interessierte Menschen, die im Suchdienst engagiert ehrenamtlich mitarbeiten möchten und das bestehende Team ergänzen.

Alle Helfer werden für diese wichtige Aufgabe ausgebildet. Eine wichtige Voraussetzung sollten Interessierte auf jeden Fall mitbringen, Verständnis für Menschen in Not und die Bereitschaft, ihnen mit Geduld zu begegnen, denn „Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid“.

Wenn Sie neugierig geworden sind, Interesse und ein paar Stunden im Jahr übrig haben, als ehrenamtliches Mitglied im Kreisauskunftsbüro mitzuarbeiten, informiert Sie unser Ansprechpartner über Ihre Einsatzmöglichkeiten bei uns. Wir freuen uns über jede neue Helferin und jeden neuen Helfer.