Als kurz nach 10 Uhr der Kreisverbandsvorsitzende Manfred Michel den Tag der offenen Tür eröffnete, konnte er zahlreiche Gäste vor Ort begrüßen. Neben den Bürgermeistern aus den Kommunen des Kreisverbandes und Vertretern aus der Politik waren auch die Notfallseelsorge, das Technische Hilfswerk und die Malteser Limburg-Weilburg vor Ort, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern. Manfred Michel blickte auf die Geschichte zurück und präsentierte beeindruckende Zahlen zur Verbandsarbeit. Im Kreisverband arbeiten 227 Mitarbeitende, davon 117 im Rettungsdienst und mehr als 60 Mitarbeiter im Bereich Inklusion. Über 1.000 Menschen nutzen den Hausnotruf, täglich werden zahlreiche Mahlzeiten im Rahmen von Essen auf Rädern ausgeliefert und die betreuten Reisen erfreuen sich bereits mit mehr als 130 Teilnehmenden allein in diesem Jahr großer Beliebtheit.
Ebenso eindrucksvoll sind die Zahlen im Ehrenamt. 488 Menschen engagieren sich ehrenamtlich im DRK-Kreisverband und 278 junge Menschen im Jugendrotkreuz. Von den vielfältigen Aufgaben konnten sich die Besucher dann auch einen Eindruck verschaffen. Für Senioren gibt es zahlreiche Angebote wie Seniorengymnastik, Tanzen und Gedächtnistraining. Brunhilde Eckert trat mit ihren „Traumtänzern“ auf und gab einen Überblick in die Seniorenangebote des DRK. Die OV Hünfelden sorgte für die Verköstigung und hatte Nudelvariationen mit dabei, die frisch zubereitet wurden. So konnten die Besucher erleben, wie die Verpflegung von Betroffenen in einer Einsatzlage organisiert werden kann. Die OV Hünfelden ist Teil des Betreuungszuges, zu dem auch Bad Camberg, Brechen und Limburg gehören. Zugführer Uwe Eufinger von der OV Brechen gab Einblicke in die Arbeit des Betreuungszuges. So seien sie mit ihrem Equipment vollständig autark und könnten auch bei einem Stromausfall die notwendige Technik mitbringen, um kleine Einheiten zu versorgen. Bei der OV Limburg konnten sich die Besucher ihren Blutdruck messen lassen. Marlies Bücher stellte die Personenauskunftsstelle vor. Dieser Fachdienst des DRK-Suchdienstes unterstützt bei Katastrophen und Großschadenslagen dabei, Informationen über Betroffene zu erfassen und Angehörigen Auskunft über deren Verbleib zu geben. Wenn Menschen vermisst werden, kommen die Rettungshunde- und Drohnenstaffel in den Einsatz. Die Besucher konnten die tierischen Helfer sowie die ausgefeilte Technik der Drohne kennenlernen. Das Team von „Wünsche werden wahr“ erfüllt Herzenswünsche, wenn jemand diese krankheitsbedingt nicht mehr allein umsetzen kann. Fotos zeigten eindrücklich, wie wichtig dieses Engagement ist.
Zusammenarbeit Haupt- und Ehrenamt
Wie eng Haupt- und Ehrenamt zusammenarbeiten, erlebten die Besucher auf der Aktionsfläche in Halle 1. Dort demonstrierten die Auszubildenden zum Notfallsanitäter in Zusammenarbeit mit dem Gefahrenabwehrzentrum des Landkreises Limburg-Weilburg, wie die Rettungskette aussieht beim Auffinden einer leblosen Person, welche reanimiert werden muss. Bei größeren Lagen mit Menschenleben in Gefahr, wenn alle Einsatzmittel bereits erschöpft sind, dann wird der Sanitätszug mit seinen Ehrenamtlichen alarmiert. Steffen Kopp vom OV Elz stellte den Sanitätszug vor, der von den Ortsvereinen Elz und Frickhofen getragen wird. Im Gespräch mit den Ehrenamtlichen wurde deutlich, dass Teamgeist, Gemeinschaft und die Freude am Helfen wichtige Motive für das Engagement im DRK sind.
Rund 60 Besucher nutzten die Gelegenheit, bei der Reanimationschallenge der Breitenausbildung ihre Fähigkeiten in der Wiederbelebung zu testen und sich über Erste-Hilfe-Kurse zu informieren. Das Jugendrotkreuz von Bad Camberg hatte eine kleine Vorführung geplant und präsentierte, dass bereits jungen Menschen bei einem Fahrradunfall kompetent Erste Hilfe leisten können. Das Schminken von Wunden sowie die Rennbahn kamen sehr gut bei den jüngeren Besuchern an.
Ein besonderer Dank galt allen Aktiven, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Ebenso dankte Michel dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie dem Landkreis, den Kommunen und dem Landtagsabgeordneten Christian Wendel für die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements.
